Bei Rahja, ist das Leben schööööööön. Gerion und ich haben viel Spaß zusammen. Tags und Nachts.
Tagsüber wird Schlitten gefahren, helfen wir Juan an seiner Scheune oder bringen ihm etwas warmes zu essen oder zu trinken.
Gestern war Gerion noch schnell ‘etwas besorgen’. Wie geheimnisvoll! Es war ein Tee wie sich rausstellte. Aber ein sehr nützlicher.
Ich entschied, dass ich ihn trinken würde, schließlich war es letzte Nacht schon so… warm… und sicher ist sicher. Ich glaube Gerion war etwas überrascht. Aber warum denn? Ich mag Rahja!
Wir entschieden uns ein wenig Karten zu spielen, als auch schon Juan hereinspazierte und sich zu uns gesellte. Wir hatten noch haufenweise Brot, Wurst und Käse. Ich hatte so einen Bärenhunger, dass ich nicht nur einen großen Eintopf verputzt hatte, sondern auch noch Rührei und Brot und Käse und all sowas. Hätte ich gewusst wie anstrengend die Nacht noch werden würde, hätte ich mit Sicherheit noch mehr gegessen. Heute morgen knurrte mein Magen so laut, dass man es sicher bis unten hören konnte.
Es kamen so nach und nach noch andere Gäste und wir beliessen es bei einer Partie Mau Mau – ja Mau Mau, was ganz einfaches. Ich hab dennoch verloren. Aber nächstes Mal, jaha! Naja mal sehen.
Irgendwie verdüsterte sich die Stimmung, als Herr Mudejar zu Frau Peddersen rüberging. Sie schliff ihn mit dem Stuhl wieder rüber an unseren Tisch, aber Juan suchte wohl Streit und so stand er auf und ging wieder zu ihr. Naja er wollte es, aber einer der Gäste am gestrigen Abend war eine Geweihte der Tsa. Sie war ganz anders als die Tsageweihte die ich bereits kennen lernen durfte. Aber ich glaube, genau das ist es was die Tsageweihten ausmacht. Nirgends findet man so unterschiedliche Charaktere wie in dieser Kirche.
Sie hielt Juan ab und ich hielt es für besser mich nun mit Gerion aufs Zimmer zu verziehen.
Ich hatte ihm verraten, warum ich von der Akademie gegangen war und da bedarf es noch einer Unterhaltung um klar zu stellen warum.
Er ärgerte mich sowieso den ganzen Abend und schien mir nichts zuzutrauen. Als würde ich nicht ein paar kleine Wunden versorgen könnte. Wenn der wüßte!
Wie auch immer. Auf dem Zimmer erklärte ich es ihm und erzählte was passiert war. Er fragte auch nach meinen Eltern, aber was sollte ich dazu erzählen? Es gab sie schlicht und einfach nicht mehr. Aber ich weiß, dass es ihnen gut geht, dort wo sie sind. Warum sollte ich also immer noch trauern? Es ist Jahre her! Das Leben geht eben weiter, bis Boron glaubt, dass auch unsere Zeit gekommen ist.
Mir war sowieso schon so komisch irgendwie und deswegen beendeten wir unser Gespräch nach gar nicht so langer Zeit und dann…
tjaaaa…. Rahja, ich danke dir für diese Erfahrung.
Und jetzt, wo Gerion noch so brav schläft und ich diesen Eintrag beendet habe…. Gut, dass man ein fieses Grinsen in einem Tagebuch nicht sehen kann.