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Rollenspiel

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In diesem Blog hier, geht es dann tatsächlich mal nur um das Rollenspiel "Das schwarze Auge".Hier findet Ihr z.B Tagebucheinträge meiner Charaktere oder was wir gerade so spannendes in unserer Gruppe machen :o)

Leandro III

Geschichten Posted on Sun, July 05, 2015 21:51:23

Es war einsam so ohne “Familie” in Trallop. Die Schule lenkte ihn nur wenig ab. Die Buchhaltung war langweilig. Vor allem aber lenkte sie nicht ausreichend ab. Hitta kam ihm dabei immer wieder in den Sinn. Er hatte doch wirklich mal alles richtig gemacht, aber sie wohllte ihn nicht mehr sprechen. Zu allem Überfluss hatte ihr Bruder ihm deutlich gemacht, dass er sich nicht mehr blicken lassen müsse. Fechtlehrer hin oder her – gegen eine Horde Tralloper würde sich der almadanische Weiberheld auf Dauer nicht verteidigen können behauptete er. Und hatte damit vermutlich Recht. Dabei wollte er sich nur entschuldigen. Nichts weiter. Er wusste mittlerweile, dass nicht Hitta die Frau seiner Träume war. Im wahrsten Sinne des Wortes. Doch diese Träume waren komisch. Sie erinnerten ihn – wie so vieles – an Neraida.
Dennoch schienen die Träume wichtig. Sie waren nicht ganz so wie die von Neraida. Nicht von Phex. Da war er sich ganz sicher. Wenn ihn nicht alles täuschte hatte Rahja die Hände im Spiel. Dabei war doch Boron der Herr der Träume!
Glücklicherweise konnte er sich Rat im Tempel holen. Wenn Trallop auch sonst nicht viel zu bieten hatte, einen Rahjatempel hatte diese Stadt vorzuweisen.
Der Rat des Geweihten war jedoch nur schwammig. Zumindest für ihn. Queste, Rahja, Liebe, Kampf und Ehre. Das waren die Worte, die er aus der Rede aufschnappte, dabei ging der Sinn zwischen den Worten für ihn großteils verloren.
In den nächsten Wochen wurde eine Dame aus einem Bordell eine gute Freundin.
Sie lenkte Leandro ausreichend von den Frauen und seinen Träumen ab und stellte nicht viele Fragen. Dennoch kam es gelegentlich zu Gesprächen, die die Deutung des Rahjageweihten irgendwie bestätigten. Er musste hier weg, so viel stand fest. Doch wie? Was war mit der Schule?
Er hatte noch keine Lösung gefunden, doch seine Träume schienen drängender zu werden.

Brief an Juan:
“Rahja mit dir und den Deinen, Juan!
Ich schreibe dir um dir ein paar Dinge zu erklären. Deine Schule steht noch, mach dir darum keine Sorgen! Die Geschäfte laufen ganz gut, aber die Menschen hier vermissen dich und auch Brin. Er war wohl ein ziemlicher Aufreißer! Wusstest du das?
Es ist gut, dass du Neraida bei dir hast. Sie wird euch hoffentlich von schlimmen Fehltritten fern halten und Brin genug beeinflussen, dass er nicht so…. almadanisch… wird, wie wir. Grüß Neraida von mir!
Dennoch hat es einen Grund, dass ich mich mit diesem Brief an dich wende. Ich kann nicht länger bleiben. Hitta will nichts mehr mit mir zu tun haben und ich kann es ihr nicht verdenken. Letztlich weiß ich aber auch, dass mit uns auf Dauer nichts geworden wäre. Rahja scheint etwas anderes für mich im Sinn zu haben.
Ich habe hier bereits alles so geregelt, dass eurer Fechtschule nichts geschieht. Ich werde m ich zwischendurch b ei euch melden und so Rahja es will auch gelegentlich wieder bei euch vorbei schauen.
Ich hoffe wir sehen uns bald einmal wieder – so Rahja es will.
Pass auf die Deinen auf!
Leandro”



Forschungen

Isida Posted on Sun, July 05, 2015 20:57:48

In letzter Zeit habe ich sträflich meine abendlichen Spaziergänge vernachlässigt. Aber ich hatte auch guten Grund dazu!
Ich half dem Sohn eines Großbauern, der mich und meine Dienste auf Dauer nicht hätte bezahlen können. Der junge Mann, er ist wohl gerade einmal 17 Götterläufe alt, war vom Heuboden gefallen und hatte sich dabei einen Arm gebrochen. Als ich ihm eine Schiene anlegte, erzählte ich dem Vater von meinen Forschungen und er sagte mir, dass er einen Baumeister kenne. Dafür, dass ich mich um seinen Sohn kümmere, bis der Arm verheilt sei, würde er mich mit ihm bekannt machen. Welch ein Glücksfall! Den ich natürlich annahm!
Wie sich herausstellte, kommt Lehm ni cht in Frage, aber Gips! Der wird zur Füllung im Hausbau benutzt und härtet gut und schnell – ganz ohne hohe Temperaturen, wie beim Lehm brennen.
Ich schrieb direkt an das anatomische Institut mit der Bitte, sie mögen meine Forschungen aufnehmen. Sie können viel schneller und besser mit dem Material forschen, als ich es hier kann.
Dennoch habe ich vom Baumeister eine kleine Menge Gips in pulvriger Form bekommen. Man mischt ihn mit ein wenig Wasser und lässt es dann trocknen. Soweit so gut! Aber wie bekommen wir das jetzt z.B um einen Arm? Ohne, dass es einfach herunterläuft, ehe es fest wird? Und wenn ich weniger Wasser benutze bein anmischen, wie bekomme ich es wieder vom Arm ab? Ich denke da an eine Polsterung. Vielleicht ein Tuch als unterste Lage? Aber wird das nicht durchweichen? Ich werde es in den nächsten Tagen weiter testen. Dafür habe ich mir ein paar Äste und alte Tücher organisiert. In der Werkstatt des Baumeisters habe ich einen kleinen Platz gefunden, an dem ich arbeiten darf. Gemeinsam mit den hoffentlich schon bald beginnenden Forschungen am Institut sollte es schnell zu Ergebnissen kommen!

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Tag 1: Gips zu flüssig, rutscht am Ast ab. Tücher werden völlig durchgeweicht, härtet nur unzulänglich.
Tag 4: Verschiedene Mischverhältnisse getestet, ehe ich wieder Äste und Tücher verschwende, ohne Ergebnisse zu erzielen. Verhältnis von 3:1 oder 4: 1 scheint gut. (3/4 Teile Gips, 1 Teil Wasser). 20 Minuten zu einer annehmbaren Härte.
Tag 6: Ohne Tuch will der Gips sich nicht recht lösen. Abklopfen scheint eine blöde Idee in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um Brüche handelt!
Tag 10: Das anatomische Institut hat es mit der Antwort ziemlich eilig gehabt. Seeweg geht schnell. Kein Interesse an meinen Forschungen, es gäbe wichtigeres – ärgerlich. Eventuell habe ich mehr Erfolg, wenn ich Erfolge berichten kann?
Tag 11: Schleppend. Bauersjunge lässt mich ständig rufen. Braucht wohl Aufmerksamkeit. Vater glaubt, meine Forschungen müssten doch schneller gehen. Schnellere Heilung geben nur Heilmagier – die sind aber deutlich teurer als ich. Erkläre ihm, dass deren Kraft teuer ist, weil sie letztlich nichts anderes ist, als die Kraft, die er benötigt um seine Felder zu bestellen. Scheint nicht der Hellste zu sein. Hat aber seinen Sohn für das ewige Rufen lassen gerügt. Solle sich Frau in seinem Alter suchen und nicht eine Medica aus dem Horasiat. Ich bin verwirrt.
Tag 14: Gemetzel! Messer sind nicht geeignet, den Gips später wieder vom Ast zu lösen. Gips, Tuch und Ast beschädigt. An einem echten Arm wäre das eine tiefe Wunde geworden. Wird Zeit für eine Pause und Spaziergänge um einen klaren Kopf zu bekommen. Ich vermisse sogar schon den alten Almadaner. Mit ihm kommt man immer auf ganz andere Gedanken.