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Rollenspiel

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In diesem Blog hier, geht es dann tatsächlich mal nur um das Rollenspiel "Das schwarze Auge".Hier findet Ihr z.B Tagebucheinträge meiner Charaktere oder was wir gerade so spannendes in unserer Gruppe machen :o)

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Fayrieke Posted on Tue, June 26, 2012 14:11:42

Bei Rahja, ist das Leben schööööööön. Gerion und ich haben viel Spaß zusammen. Tags und Nachts.
Tagsüber wird Schlitten gefahren, helfen wir Juan an seiner Scheune oder bringen ihm etwas warmes zu essen oder zu trinken.
Gestern war Gerion noch schnell ‘etwas besorgen’. Wie geheimnisvoll! Es war ein Tee wie sich rausstellte. Aber ein sehr nützlicher.
Ich entschied, dass ich ihn trinken würde, schließlich war es letzte Nacht schon so… warm… und sicher ist sicher. Ich glaube Gerion war etwas überrascht. Aber warum denn? Ich mag Rahja!
Wir entschieden uns ein wenig Karten zu spielen, als auch schon Juan hereinspazierte und sich zu uns gesellte. Wir hatten noch haufenweise Brot, Wurst und Käse. Ich hatte so einen Bärenhunger, dass ich nicht nur einen großen Eintopf verputzt hatte, sondern auch noch Rührei und Brot und Käse und all sowas. Hätte ich gewusst wie anstrengend die Nacht noch werden würde, hätte ich mit Sicherheit noch mehr gegessen. Heute morgen knurrte mein Magen so laut, dass man es sicher bis unten hören konnte.
Es kamen so nach und nach noch andere Gäste und wir beliessen es bei einer Partie Mau Mau – ja Mau Mau, was ganz einfaches. Ich hab dennoch verloren. Aber nächstes Mal, jaha! Naja mal sehen.
Irgendwie verdüsterte sich die Stimmung, als Herr Mudejar zu Frau Peddersen rüberging. Sie schliff ihn mit dem Stuhl wieder rüber an unseren Tisch, aber Juan suchte wohl Streit und so stand er auf und ging wieder zu ihr. Naja er wollte es, aber einer der Gäste am gestrigen Abend war eine Geweihte der Tsa. Sie war ganz anders als die Tsageweihte die ich bereits kennen lernen durfte. Aber ich glaube, genau das ist es was die Tsageweihten ausmacht. Nirgends findet man so unterschiedliche Charaktere wie in dieser Kirche.
Sie hielt Juan ab und ich hielt es für besser mich nun mit Gerion aufs Zimmer zu verziehen.
Ich hatte ihm verraten, warum ich von der Akademie gegangen war und da bedarf es noch einer Unterhaltung um klar zu stellen warum.
Er ärgerte mich sowieso den ganzen Abend und schien mir nichts zuzutrauen. Als würde ich nicht ein paar kleine Wunden versorgen könnte. Wenn der wüßte!
Wie auch immer. Auf dem Zimmer erklärte ich es ihm und erzählte was passiert war. Er fragte auch nach meinen Eltern, aber was sollte ich dazu erzählen? Es gab sie schlicht und einfach nicht mehr. Aber ich weiß, dass es ihnen gut geht, dort wo sie sind. Warum sollte ich also immer noch trauern? Es ist Jahre her! Das Leben geht eben weiter, bis Boron glaubt, dass auch unsere Zeit gekommen ist.
Mir war sowieso schon so komisch irgendwie und deswegen beendeten wir unser Gespräch nach gar nicht so langer Zeit und dann…
tjaaaa…. Rahja, ich danke dir für diese Erfahrung.
Und jetzt, wo Gerion noch so brav schläft und ich diesen Eintrag beendet habe…. Gut, dass man ein fieses Grinsen in einem Tagebuch nicht sehen kann.



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Fayrieke Posted on Tue, June 26, 2012 14:11:26

So, gerade Sachen gepackt. Auf gehts! Umziehen ist angesagt. Wohin? Hehe, in Gerions Zimmer. Jawohl! Dort ist es warm, kuschelig und er ist auch nicht ordentlicher als ich. Wird gar nicht auffallen. Naja vielleicht schon, weil ich sein Bett belagere, aber ansonsten? Deswegen schreibe ich auch noch schnell Tagebuch. Nicht, dass er mitbekommt was ich hier so reinschreibe. Vielleicht sollte ich ins Tulamidiya wechseln, dann kann er das nicht mehr lesen. Vorsichtshalber werde ich das Buch auf jeden Fall gut verstecken. Oder mit einem Foramen sichern, wenn ich rausgehe?
Ach er wird das schon nicht finden und wenn auch nicht lesen.

Kommen wir zu anderen Sachen: Schlitten fahren ist toll!
Mit Gerion den halben Tag im Bett rumgammeln übrigens auch. Für einen Weiberhelden ist er ziemlich zurückhaltend. Und ehrlich gesagt, weiß ich nicht mal, ob ich ihm das abnehmen soll. Aber wenn er den Ruf unbedingt haben will… Ich wette er wird nicht nur den Weiberhelden Ruf bald weg haben.
Gestern Abend hat Yeto ihm schöne Augen gemacht und Gerion ihm. Es war natürlich nur scherzerei, aber bei dem Ruf der Yeto hinterhereilt. Na Gerion soll bloss nicht sauer sein. Ich glaube das wird auch die Runde machen, wenn ich nichts dazu sage. Und so ein Plausch beim Händler… jetzt wo ich auch ein paar Informationen hab.
Hach es geht doch nichts über ein wenig Tratscherei und mitansehen wie sich ein Gerücht in windeseile verbreiten kann.
Gut, letztlich könnte es auf mich zurückschlagen. Ich bin aber eher gespannt was man sich über mich wohl erzählen wird.
Die arme Aranierin.. Betrogen von ihrem Liebsten, den der allseits bekannte Yeto ihr ausgespannt hat? Na, eher langweilig. Vor allem wo man mich mit Gerion mit Sicherheit noch sehen wird.
Was zerbrech ich mir darüber den Kopf? Ich werde es ja hören!

Aber genug der ungeordneten Faselei. Ich muss erst mal meine Gedanken ordnen, die viel zu sehr bei Rahja hängen, als einen ordentlichen Satz zu stande zu bringen.



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Fayrieke Posted on Tue, June 26, 2012 14:11:13

Ich werde nicht zurückschauen auf vorrangegane Einträge und ich werde nicht über gewisse Vorfälle schreiben. Nein. Dieses Buch soll mir nicht irgendwann peinlich sein.

Also zu anderem:
Ich habe einen Schlitten bekommen! Jahaaaa… Einen Schlitten mit dem die Kinder über das Eis flitzen. Berge runterrutschen und so weiter. Gut, er ist schon ziemlich alt, weil die Kinder denen der Schlitten gehörte schon sehr lange aus dem Haus sind, aber er reicht für ein paar mal den Berg runterrutschen und um mich von Gerion herumziehen zu lassen. So komme ich doch viel besser durch den Schnee. Noch dazu wollen wir nachher Herrn Mudejar etwas zum aufwärmen bringen. Das kann man sicher super mit dem Schlitten und muss es nicht tragen. Ich muss mir noch überlegen wie ich es warm halten kann. Ob ich einen Zauber dafür modifizieren kann? Ich schaue gleich mal in meinen Unterlagen nach. Ansonsten muss ich das halt irgendwie einpacken. Was mich warm hält sollte doch auch Essen und Trinken warm halten, oder?
Ich sagte, dass Gerion mir den geschenkt hat oder?



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Fayrieke Posted on Tue, June 26, 2012 14:10:59

Ich werde heute und mit großer Wahrscheinlichkeit bis morgen Abend (frühestens) keinen Eintrag hinterlassen. Es würde in Schwärmereien ausarten über gutaussehende, charmante Männer.



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Fayrieke Posted on Tue, June 26, 2012 14:10:40

Ich verstehe nicht, wie es so kalt werden kann. Firun muss diesen Ort nicht besonders mögen… oder mag er ihn besonders und deswegen ist es hier so kalt?
Es hat aufgehört zu schneien. Als es schneite habe ich mir gewünscht es würde aufhören. Nun hoffe ich, dass es wieder anfängt und dafür wieder etwas wärmer wird. Im Fingerhut ist es auszuhalten. Und ich werde mich auch weiterhin weigern viel nach draussen zu gehen, so lange ich nicht einen Händler gefunden habe, der mir noch viel wärmere Kleidung verkaufen kann. Ich glaube ich werde mich nachher auf den Weg machen. Oder später? Vielleicht möchte Gerion ja mitgehen? Oder ich finde jemanden, der sich hier besser auskennt und mir sagen kann, zu welchem Händler ich am besten gehe.

Wo wir gerade bei Gerion sind. Ich glaube ich verbringe zu viel Zeit mit ihm. Der könnte mir glatt gefährlich werden. In mehrerlei Hinsicht.
Ich habe ihm verraten auf welche Schule ich gegangen bin und er scheint gar nicht so unwissend auf dem Gebiet. Zumindest war er nicht erschreckt und sogar noch zu scherzen aufgelegt.
Der andere Grund ist, dass er viel zu nett ist und viel zu… ja gutaussehend und wenn er will auch noch soooooo charmant.
Ich schweife schon wieder ab.

Ich glaube ich habe eine Lösung für das Schnee-Problem. Ich brauch doch gar nicht den Schnee bewegen, wenn ich den Ast bewegen kann. Aber kann ich das? Ein wackeln würde ja schon reichen! Ich muss doch unbedingt warme Kleider haben, um das auszuprobieren!
Wenn ich nur jemanden hätte, mit dem ich darüber sprechen könnte. Ob es für mich doch noch eine Möglichkeit gibt meine Ausbildung zu beenden? Vielleicht bei einem Privatlehrer? Aber kann ich mir das überhaupt leisten? Und wo finde ich einen? Und wie erkläre ich ihm dann, was passiert ist? Fragen über Fragen!
Ich sollte zu HESinde beten und sie um einen Geistesblitz bitten. Vielleicht erhört sie ja meine Bitte und hilft mir. Und wenn sie nur dafür sorgt, dass jemand mit dem ich darüber reden kann meinen Weg kreuzt.
Ob meine Flucht doch übereilt war?



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Fayrieke Posted on Tue, June 26, 2012 14:10:25

Heute schreibe ich noch ehe ich ins Bett gehe, nicht wieder erst morgen früh wo es mir viel schwerer fällt in geordneter Reihe niederzuschreiben, was den Tag über passierte.
Ich wollte mir Donnerbach und seine Umgebung noch unbedingt anschauen, aber es schneite ja die ganzen letzten Tage. Also nutzte ich einen Moment wo es aufhörte und stapfte los. Es war so kalt wie immer. Schrecklich kalt. Schon nach kurzer Zeit fing es wieder an zu schneien. Aber das hielt mich jetzt nicht davon ab, weiter zu stapfen. Und so erreichte ich schon bald eine Lichtung. Ich warf mich in den Schnee und schon hörte ich eine mir mittlerweile vertraute Stimme. Gerion! Der hatte schon eifrig in einem Kreis eine Bahn gezogen. So war es doch gleich viel einfacher durch den Schnee zu kommen. Wir scherzten ein wenig und während er anfing einen Schneemann zu bauen hatte ich eine, nun zugegeben: fiese, Idee.
Ich testete mit Schneebällen, ob ich weit genug werfen könne um eine kleine Schneelawine von einem Ast runterzuschubsen. Aber das funktionierte nicht. Gedanklich fragte ich mich bereits ob Schnee der lose auf einen Ast fällt eine Einheit bildet und somit zu einem Objekt wird oder ob nur geformter Schnee, Beispiel Schneeball, zu einem einzigen Objekt wird. Oder ist beides nicht der Fall? Bleibt es immer eine Anhäufung loser Objekte?
Ich wollte es wenigstens versuchen und nahm einen Ast über Gerion in Augenschein. Er war glaube ich nicht so erfreut, als er merkte ich murmelte was und auf den Ast über ihn zeigte. Aber da ich sowieso schon die ganze murmelnderweise über die Lichtung stapfte, war das kein Problem.
Ich lies von dem Unsinn ab und half ihm dem Schneemann die Knöpfe seiner unsichtbaren Jacke anzuziehen? Wie auch immer ich befestigte sie eben daran. Dabei fragte ich Gerion was er von der Schnee und Objektsache hielt. Er war der Meinung er ist immer lose auch wenn er eine Einheit bildet und verglich es mit Sand. Nicht ganz verkehrt, aber wohl auch nicht ganz richtig. Ich ließ es dabei bleiben auch weil ich glaube, dass er sich etwas unwohl fühlte. Dabei schlug er sich doch so gut. Wenn der wüsste worüber wir geredet haben!
Für mich stellt sich aber immer noch die Frage. Wen ich da wohl fragen kann? Ob ich einfach mal in die hiesige Akademie…. das könnte mich in Erklärungsnot bringen. Ich sollte darüber genauer nachdenken.

Wieder zurück zur Lichtung. Gedanklich, nicht… lassen wir diese Objektsache aus dem Kopf.
Gerion und ich standen immer noch auf der Lichtung, als ein Zwerg herangestapft kam. Er buddelte wie ein besessener ein Loch in den Schnee, bis er eine Eisfläche freigelegt hatte. Dort musste der See sein.
Er erzählte etwas von Versuchen und schon zweimal eingebrochen und ich weiß auch nicht mehr so genau. Er hatte sich irgendwelche komischen Messer an die Füße gebunden und schlitterte über dem Eis herum. Ganz schön schnell und für einen aus dem kleinen Volk auch unglaublich elegant. So lange er wirklich stand und nicht auf dem Hosenboden oder mitten im Schnee landete.
Bei einem Volk im Norden, den Nivesen, habe er das gesehen und hier in etwas umgeänderter Form ausprobieren wollen. Nun endlich scheint es ja geglückt zu sein. Er verabschiedete sich dann ganz schnell, als Gerion schon wieder den gefrässigen Oger mimen wollte. Er wolle eingeladen werden, wenn es eine Hochzeit gäbe.
Was für ein Unsinn! Wessen Hochzeit denn? Ob er uns verwechselte? Ich verstand es nicht. Gerion aber wohl auch nicht, glaube ich.
Wir redeten noch über irgend etwas anderes, was ich nicht mal mehr in Erinnerung habe, denn irgendwie ergriff er meine Hand, was mich ziemlich nervös machte. Ich weiß nicht mal warum, aber ich stotterte irgendwelchen Blödsinn. Ich schieb es auf die Kälte, denn das es bitterkalt war und ich schon beinahe festgefroren merkte ich, als Gerion sagte, es sei besser in den Fingerhut zurück zu gehen.
Dort verabschiedeten wir uns auch erst einmal um unsere vom Schnee durchweichten Kleider gegen frische zu tauschen.

Ich wählte nur eine Weste und eine weite Hose und machte es mir dann mit einem Tee vor dem Kamin gemütlich. Das fühlte sich fast wie ein Sommer in Aranien an. Gerion und ich redeten über unsere Reiseplanung, wohin es, ausser nach Zorgan noch gehen solle.
Da kamen dann aber auch schon neue Gäste. Eine Rahjageweihte, Nioa und eine Rik. Ich kann ihren Namen kaum aussprechen, deswegen kürze ich auch hier, denn ich weiß nicht, wie er geschrieben wird. Letztere war mir schon aus der weißen Perle bekannt.
Gerion wurde immer brummeliger. Scheinbar mochten sich er und diese Rik nicht sonderlich.
Nioa gefiel mir. Nicht nur weil sie wunderhübsch war, nein, sie hatte einen hervorragenden Sinn für Humor und scherzte. Männer werden zu Ogern, wenn sie sich am Feuer die Socken wechseln. Das muss ich ganz dringend in meinem Kopf behalten!

Ich schreibe schon wieder viel zu ausführlich. Das ist schrecklich! Deswegen nun ein ganz kurzer Schluss. Ich wollte Gerion, als er hochging eigentlich noch ein wenig aufheitern, aber er war so brummelig, dass ich es mir anders überlegte und doch lieber eilends verschwand. Eins steht fest: Der braucht dringend eine Beschäftigung!



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Fayrieke Posted on Tue, June 26, 2012 14:10:09

Huuuuu, was für ein Abend!
Viel zu lang war das gestern und viel zu früh heute. Ich würde sicher wieder verschlafen, wenn nicht ein paar Kinder direkt unter meinem Fenster eine Schneeballschlacht angefangen hätten. Aber so kann ich wenigstens ungestört mein Tagebuch vollkritzeln und vom gestrigen Abend berichten!

Wo fang ich denn an? Ich ging, es war schon recht spät, noch zur Perle. Es waren nicht all zu viele bekannte Gesichter dabei, aber wenigstens waren es nur Nette. Herr Mudejar saß mit Gerion an einem Tisch. Auch der Wirt, ich weiß seinen Namen noch immer nicht, war dabei und später gesellte sich auch seine Frau hinzu.
Ich trat zu ihnen und fragte ob ich mich dazu setzen dürfe. Gerion machte einen Scherz, doch ich glaube letztlich ging er auf seine Kosten. Dies sei eine reine Männerrunde und deswegen könne ich mich auf keinen Fall dazu setzen. Ich gab zurück was er denn dann dabei verloren hatte. Da alle aber doch zugestimmt hatten, setzte ich mich dazu und lauschte erst einmal dem Gespräch. Es schien um Herrn Mudejars Fechtschule zu gehen. Ich hörte nur mit halbem Ohr hin, da Gerion das Gespräch mit mir suchte.
Dennoch bekam ich mit, dass Herr Mudejar sich um seine Fechtschule sorgte. Ob es ihm überhaupt möglich sei sie zu bauen. Er habe noch gar keinen Bürgerbrief Donnerbachs. Der Wirt versuchte ihn zu beruhigen was sogar soweit ging, dass er laut wurde und… nun ja. Zu ausführlich müssen wir das ja auch nicht wiedergeben und manche Dinge bleiben besser ungeschrieben.
Gerion tuschelte mit mir ob ich ihm nicht auch aus Keksen die Zukunft weisen könne, ich fragte Herrn Mudejar aber er wollte nicht. Dafür Gerion.
Die Kekse waren lecker, also zerkrümmelte ich sie nicht, wie die Traube damals bei Isleif, in seiner Hand sondern mümmelte ihn selber auf. Eine paar Dinge fielen mir auch dann gleich ein. Er würde noch viele Abenteuer bestreiten und ein gutes Leben führen. Eine wunderhübsche, rothaarige Frau wollte ich ihm auch einreden. Er mag aber lieber dunkle Haare und ich mag lieber nicht näher darauf eingehen.
Nachdem Herr Mudejar von dem Wirt beruhigt wurde, kamen wir irgendwann auf das Thema Geschichten erzählen.
Gerion solle beweisen, dass er schon ein richtiger… Nun ein Frauenheld war, was er wohl häufiger betone. Von Herrn Mudejar weiß ich es nur vom hörensagen, habe ihn aber eigentlich nie als einen erlebt. Weder weil er es bei mir versuchte, noch großartig bei anderen. Bei dieser edlen Dame letztens spielte er ein wenig, aber das war doch nichts großartiges.
Wie dem auch sei. Wir nötigten Gerion letztlich dazu eine Geschichte preis zu geben. Irgendwie war er wirklich kein guter Geschichtenerzähler, deswegen habe ich beschlossen ihm mal zu erklären wie das funktioniert. Vielleicht wird das ja noch was und beim nächsten mal kann er richtig protzen. Er weiß aber noch nichts von seinem Glück und das ist vermutlich auch ganz gut so!
Dafür hatte ich während seiner Geschichte mehr als genug Zeit ihn zu beobachten. Sein Bärtchen am Kinn ist irgendwie süß. Ja das muss ich hier niederschreiben, sonst vergesse ich das noch!
Ich glaube Gerion fühlte sich nicht so richtig wohl bei der Sache, nahm es uns wohl aber auch nicht all zu übel.
Herr Mudejar fragte noch, ob ich eine Geschichte zum besten geben könne, worauf hin ich zumindest verneinte, da ich sämtliche Frauen- und auch Herrengeschichten nie erlebt hätte. Er schien überrascht, dass gar keine Herrengeschichte dabei gewesen sein soll, aber warum sollte ich dazu lügen?
Der Wirt, der scheinbar sehr erfahren im Geschichtenerzählen ist, sagte es sei egal welche Geschichte irgend eine. Mir schwirrte der Kopf als ich über erlebtes nachdachte und bat um eine Aufschiebung. Auf die Schnelle bekam ich keine Geschichte ganz zusammen. Ich muss in meinen älteren Aufzeichnungen einmal suchen. Es ist einfach schon eine ganze Weile her, dass etwas spannendes passierte. Und so viel war es ja auch wieder nicht.

Aber ich halte mich viel zu lange mit der Erzählung um die Perle auf!
Der Heimweg war doch am Ende viel interessanter!!!
Gerion wollte mir nicht glauben, dass ich mit meinem Kampfstab umgehen könne, worauf ich natürlich protzte, dass ich das sehr wohl könne und ihm das auch gerne beweisen würde. Er tuschelte mir etwas zu, worauf hin ich dann auch beschloss mich nun besser zu verabschiden, ebenso wie Herr Mudejar es tat. Die Wirtsleute wirkten auch schon sehr müde, weswegen ich das für die beste Möglichkeit hielt mich in Ruhe mit Gerion auf dem Rückweg zu unterhalten. Es gab da noch andere Sachen die ich aufgeschnappt hatte und auf die ich noch keine Antwort erhalten hatte.
Draußen muss ich ziemlich heftig reagiert haben auf seine Vermutung ich könne ihn blenden. Ich weiß welchen Zauber er meint, mit dem er scheinbar schon Erfahrung gemacht hatte. Irgendwie redete ich mich raus indem ich sagte, ich habe mein Wissen über Magie durch den Magus der mit uns reiste damals. Es stimmt, ich habe noch viel von ihm gelernt und daher musste ich mich nun auch nicht eine Lügnerin schimpfen. Gerion glaubte mir wohl nicht recht und ich vertröstete ihn darauf, dass ich ihm vor unserer Reise nach Aranien ganz sicher noch gestehen werde was genau das alles soll.
Aranien, Zorgan! Ich weiß nicht ob die Idee so gut ist. Das könnte großen Ärger geben. Aber vielleicht lässt sich das auch wieder regeln. Wir werden sehen.
Aber zurück zu unserem Heimweg. Herr Mudejar warf in der Perle, früher am Abend ein, dass Gerion einen Sohn habe. Ich wußte bislang nichts davon und war doch sehr überrascht. So versuchte ich nun auch noch einmal vorsichtig das Gespräch darauf zu lenken.
Er erzählte: Sein Sohn lebe bei seiner Schwester und seinen Eltern auf dem Hof. Die Mutter könne ihn dort jederzeit besuchen, schließlich sei das Reisen doch nichts für ein Kind.
Natürlich, in dem Fall hat er Recht und da es eigentlich auch nicht das war, was er damals wollte und es… nun ja… die Götter fügten es. Wer bin ich, dass ich mir darüber ein Urteil erlaube?
Das jedoch steht fest: Er ist ein gutaussehender, netter, witziger Mann und frei. Scheinbar auch sehr sprunghaft, soweit ich das aus den Bemerkungen über ihn und von ihm vernehmen konnte. Aber da ich mit meinem sprunghaften Verhalten leben kann, sollte es mir nicht schwer fallen auch mit dem anderer Leute umzugehen.

Letztlich beliessen wir es dabei, dass er mir schon viel zu viel für einen Abend erzählt habe. Also kann ich doch auf eine Weiterführung hoffen. Das war vielleicht Sinn und Zweck, dass er mir nicht gleich alles verraten hat. Aber er hat ja Recht. Ich halte mich mit meinen Geheimnissen auch zurück und werde mich hüten ihm diese zu schnell preis zu geben. Wenn überhaupt! Sie könnte mich am Ende letztlich meinen Kopf kosten.

Wir redeten noch über das Wetter und ich sammelte nebenher schon eine ganze Weile Schnee auf, wollte ihn jedoch in Sicherheit wiegen. Eine einfache Schneeballschlacht war nicht genug, wenn dann sollte er auch leiden. Einen warf ich aber der ging vorbei und er hätte sich sicher ganz einfach wegducken können.
Den Plan für den Zweiten hatte ich aber unlängst ersonnen. Ich bat ihn kurz stehen zu bleiben und sich nicht weiter zu bewegen, häufte Schnee neben ihm auf, damit ich in etwa auf gleicher Höhe mit ihm war, hauchte ihm einen Kuss auf die Wange und stopfte den Schneeball unter seinen Umhang. Nun musste ich zusehen, dass ich das Weite suchte was wirklich schwierig war, wenn man bis über dem Knie im Schnee steckt. Und so holte er mich auch schnell ein, doch anstatt sich zu rächen meinte er, dass er als Leibwächter jetzt doch anraten müsse mich in den Fingerhut zu bringen, hob mich hoch und trug mich nach Hause. Brav wie schon beim letzten Mal brachte er mich bis vor die Tür wo wir uns verabschiedeten. Und bald darauf lag ich dann auch schlummernd in meinem Bett.



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Fayrieke Posted on Tue, June 26, 2012 14:09:50

Firun, 1032BF
Es ist Winter, es ist kalt, ich bin in einem Dorf im Norden! Im Firun!!!
Eigentlich erklärt das doch fast alles, oder? Donnerbach heißt das Dorf, nun eigentlich die Stadt, aber sie erscheint fast wie ein Dorf. Unheimlich wegen der Nähe zur Natur und den Elfen, wunderschön aus genau den gleichen Gründen.
Nachdem Isleif mich so dreist in Trallop sitzen gelassen hat, mußte ich ja weiter! Er ist nicht hier, dass hätte ich unlängst rausgefunden. Aber ich glaube es ist auch nicht verkehrt nun zu lernen auf den eigenen Beinen zu stehen. Ausserdem war der sowieso hinter jedem Rock her, wer weiß wann er auf die Idee gekommen wäre an meinem rumzunesteln.
Mein Schaden wird es nicht sein, den Winter hier zu verbringen und Land und Leute kennen zu lernen. Einige sind es bereits. Darunter ein alter Almadaner – wohl ein Frauenheld, sicher aber ein Fechtlehrer, der auch mit den Kampfstäben umgehen kann. So bat ich ihn um Unterweisung.
Damit ist der erste Schritt in Richtung Selbstständigkeit nun wirklich getan.
Neben wirklich netten Menschen, auf die ich später noch zu sprechen komme, gibt es in Donnerbach jedoch auch richtige Ekel. Rasul Al’Abbas, ein Schriftsteller aus dem Süden. Gräßlich! Kein Sinn für Humor, steinalt und häßlich und überhaupt nicht nett. Streitgespräche gab es schon an zwei Abenden zur Genüge. Und ich könnte platzen wenn ich nur an diesen schmierigen, alten Lappen denke!
Während sich der alte Almadaner gleich meiner annahm, gab er mir keine Chance! Ich wollte ihm sogar die Wahrheit über meine Ausbildung aufdecken so er mir das Schriftstellertum näher bringt. Aber hart wie ein Stein ist er auch noch!
Aber was rege ich mich weiter über ihn auf? Es gibt nette Menschen von denen ich berichten wollte!
Ja und ein solcher ist der Herr Gerion. Ein junger Mann, Glücksritter wie er sagte. Und auch wenn er behauptet, er würde sich mit Frauen und Rahja auskennen, glaube ich ihm kein Wort davon.
Er macht mir Komplimente und fordert geradezu heraus, dass ich noch wütend auf ihn werde, mit seinen Anzüglichkeiten.
Aber letztlich muß man ihm das verzeihen. Ich für meinen Teil kann nicht anders! Er ist schon… sehr nett eben.
Ausgefallene Ideen zumindest hat er und es macht Spaß sich über eben jene zu unterhalten und darüber nachzudenken einen Glücksritter Orden zu gründen – die Traubenritter!
Nein, das ist natürlich nur ein Scherz und nichts, was man ernst nehmen sollte. Aber alleine der Gedanke mit ihm zu reisen ist angenehm. Ich bezweifel sogar, dass er so fies wäre und mich irgendwo sitzen lassen würde! Zum Glück ist er kein Thorwaler! Aber bevor ich nun auch noch in Schwärmereien gerate schließe ich für heute und schau mal ob ich mir nicht endlich ein Bad in der Weißen Perle gönne!