Unglaublich aufregend und spannend! Meine erste Reise und so viel passiert! Die Schiffsreise bis Havena war schon etwas langweilig. Aber dieser Seemannsgarn! Großartig!

“Auf dem Schiff (noch mal den Namen erfragen!) lebte einst ein Koboldkind. Es hatte rote, wilde Haare und sprang zwischen den Seeleuten umher. Hier und da rutschten Hosen hinunter oder schwollen Finger an und wieder ab. Auf eine Größe die völlig anders war, als eine Krankheit es hätte bewirken können (vgl. mit Magiekundebüchern in einer hesindianischen Bibliothek – Schelme?). Als einmal ein Wal

Und so kam es, dass das Koboldkind sich bei den Seeleuten entschuldigte und weiter mitfahren durfte. Wenn sie nicht gestorben ist, so fährt sie noch heute über das Meer!”

Ich habe mich bei dieser Geschichte leider etwas ablenken lassen und als ich am nächsten Tag den Seemann noch einmal danach fragte, wusste er gar nichts mehr davon! Aber man kann ja einen Zwischenteil erfinden!
Ich schweife doch schon wieder ab.
Jedenfalls liege ich jetzt in einem Bett in einem Gemeinschaftsraum in Albernia. In der nähe von diesem mysteriösen Farindelwald. Ist ein bisschen wie zu Hause. Da gab es doch unseren König. Seekönig. Palamydas! Genau, so heißt er. Der ist zwischendurch verschwunden, in die Feenwelt. Wegen einer Fee und Liebe und sowas. Erzählt man. Als der wieder auftauchte, durften keine Bäume mehr gefällt werden. Keine bestimmten zumindest.
Nun ja. Jedenfalls ist jetzt Nacht und diese Dame die ich kennengelernt habe, schnarcht! Also ich glaube, dass sie es ist. Könnte auch jemand anderes sein. Ich muss mich im nächsten Perainetempel mal erkundigen, woher schnarchen eigentlich kommt und ob es dagegen Heilmittel gibt! Vielleicht kann ich aber auch die Dame – Khalida.. genau, so heißt sie – fragen. Sie ist Feldscherin! Und vielleicht auch eine Diebin! Spannend! Sie hat Dinge in ihrem Rucksack. Also wertvolle Dinge, wie einen Pokal und Ringe. Und sie weiß gar nicht, wo die herkommen. Aber es scheint so ein Brauch hier in der Gegend zu sein, dass man Geschenke den Leuten einfach in ihre Rucksäcke packt. Komischer Brauch! Ich sollte meinen mal aufräumen, vielleicht finde ich dann auch Geschenke?! Wobei, vielleicht hat das was damit zu tun, dass sie und er Rahja huldigten. Wenn ich das richtig verstanden habe. Jedenfalls war das keine Geschichte, die ich für die Lesestunden der Kinder aufschreiben konnte!
Auf jeden Fall war wegen diesen Geschenken großer Aufruhr im Gasthaus. Hier laufen übrigens nur unglaublich gutaussehende Menschen rum! Eine weitere Sache die ich herausfinden muss! Macht die Nähe zur Feenwelt (also der Farindelwald) etwas mit diesen Menschen? Oder ist das hier ein geheimer Treffpunkt hübscher Leute? Vielleicht so etwas wie eine Loge, die es ja auch im Horasiat gibt! Also die Feldscherin sah jedenfalls genauso normal aaus wie ich und sie ist auch noch nicht so lange hier. Und ganz viele mit roten Haaren! Zu Hause gab es gar nicht viele Rothaarige! Eher dunkel!
Das ist alles viel zu spannend und aufregend! Ich kann gar nicht schlafen! Wenn Mutter und Vater mich sehen könnten! Und mein Bruder erst!
Da waren auch noch ganz viele andere Leute im Gasthaus. Ein Tsageweihter. Oh und ich habe ein paar Zeilen des Jurgaliedes hören dürfen!
“Vor grimmigen Bergen ein Winterland
mit Schluchten und Flüssen aus spiegelndem Eise.
Trotz Insel und Wasser war Nahrung verloren,
den Frauen und Männern drohte der Tod.
Sich selbst zu opfern ward er auserkoren,
es grüßte uns Swafnir vom Ufer”
Das klingt nicht ganz richtig und muss noch mal geprüft werden!
Immerhin fiel mir da sofort das “Lied vom Farindelwald” ein:
“Wenn andernorts die Sonne lacht,
scheint dunkel immer noch die Nacht,
wo Waldes Geister herrschen
in meinem tiefen Herzen.
Erfasst auch nicht der Lampenschein,
bist du dort doch nie allein.
Auf tausend Säulen ruht mein Dach
tausend Wächter für meine Macht.”

(Malachias ui Gial – Am großen Fluß, s. 59)